Teichumrandung pflanzen

Gartenteiche nennt man auch oft Zier- und Schmuckteiche. Sie haben eine vielfältige Bepflanzung und sind in der Regel um einiges kleiner als Fisch- oder Schwimmteiche. Da die Bepflanzung mit Wasserpflanzen bei Gartenteichen im Mittelpunkt steht, sieht man oft Sumpf- und Wasserpflanzen darin, wie z. B. Seerosen, Binsen oder Schwertlilien.

Eine Wasserfontäne, ein Bachlauf oder kleine Wasserfälle verschönern den Teich weiter. Besonders aufgrund dieser Wasserspiele ist der Übergang zum Fischteich nicht klar definiert. Somit kann auch ein Koi-Teich bereits als Zierteich bezeichnet werden.

Teichpflanzen erfüllen wichtige Funktionen

Teichpflanzen sind ein essentiell wichtiges Element in jedem Gartenteich, denn neben der Dekoration erfüllen sie noch weitere wichtige biologische Aufgaben. Sie bieten für die Fische im Teich Schutz und helfen, das ökologische Gleichgewicht des Wassers aufrechtzuerhalten.

Egal ob Goldfisch  oder Koi im Teich – bei der Auswahl und Dekoration der Pflanzen können Sie sehr kreativ sein. Wichtig ist, dass für jeden Teilbereich des Gartenteiches die passenden Pflanzen zum Einsatz kommen. So eignen sich manche Pflanzenarten beispielsweise perfekt für die Tiefwasserzone des Teiches, andere dagegen für den Uferbereich bzw. die Teichumrandung, welche meist aus einer Flachwasserzone und/oder einem Sumpfbereich besteht. Mit den Pflanzen für diese Flachwasserzone wollen wir uns hier etwas näher beschäftigen.

Sumpfpflanzen für die Teichumrandung

Die Sumpfzonenpflanzen ersetzen in ihrer Funktion quasi den Filter am Teich. Sie werden meist direkt mit einem Pflanzenkorb in die Uferzone bzw. die Umrandung vom Teich gepflanzt. Neben ihrer Funktion als Wasserfilter schenken sie dem Teich noch prächtige Blüten und verschönern das Gesamtbild enorm. Führt ein Bachlauf in den Teich, so sollte man darauf achten, dass die Uferpflanzen nicht direkt im Wasserstrom stehen. Dies könnte nämlich das Wachstum behindern.

Am Ufer und in der Teichumrandung wachsen viele klassische Teichpflanzen, z. B. Iris, Schilf, Rohrkolben oder Binsen. Einige dieser Arten sind sehr konkurrenzstark und breiten sich rasant aus. Für kleinere Gartenteiche sind diese Teichpflanzen nicht geeignet, oder man sollte auf „zahmere“ Züchtungen der Wildart – dann auch nur im Pflanzkorb – zurückgreifen. Bitte berücksichtigen Sie bei den Uferpflanzen die große Anzahl der Teichpflanzen, die im Flachwasser wachsen. Häufig ist diese Wassertiefe an Gartenteichen unterrepräsentiert.

Sumpfzone zur Sicherheit

Eine sumpfige Zone am Teichrand, mit anschließendem Flachwasser, ist auch unter dem Aspekt der Sicherheit zu empfehlen. Spezielle Sumpfpflanzen, wie Sumpfcalla, Wasserlobelien, Zwergrohrkolben, Gauklerblumen u. v. a. gedeihen dort bevorzugt. Alle Sumpfpflanzen wachsen im ständig nassen Boden – einige Sumpfpflanzen breiten sich bis in das flache Wasser aus. Wie für die meisten Pflanzen am Teich ist ein nährstoffreicher Boden auch für Sumpfpflanzen das richtige Substrat.

Zur Teichumrandung geeignete Pflanzen

Hier einige Beispiele von Pflanzen, die sich perfekt zur Dekoration für eine Teichumrandung eignen:

  • Wassersellerie (Apium repens): Noch wenig bekannt, wächst vorwiegend auf feuchten Wiesen und steht in Deutschland unter Naturschutz. Mag nasse und nährstoffreiche Böden. Besitzt ein mildes Aroma ähnlich der Petersilie.
  • Sumpfaster (Aster puniceus): Robuste und schöne Pflanze, relativ selten anzutreffen. Die Heimat der winterharten Sumpfaster sind die USA, sie lässt sich durch Teilung oder Aussaat vermehren.
  • Gefüllte Sumpfdotterblume (Caltha palustris): Eine spezielle Züchtung mit goldgelben Blüten. Gedeiht nur in besonders nährstoffreichen Böden und lässt sich ausschließlich durch Teilung vermehren.
  • Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium): Hierbei handelt es sich um eine typische Pflanze der europäischen Hochmoore, die mit ihren Ausläufern einen lockeren Rasen bildet. Das Wollgras benötigt nährstoffarme sowie kalkarme Böden und einen Standort mit viel Sonne – am besten den ganzen Tag über.
  • Sibirisches Wollgras (Eriophorum russeolum): Das Wollgras bildet leuchtend kupferfarbene Fruchstände und benötigt möglichst kalkfreie und nicht zu nährstoffreiche Böden. Die Moorpflanze bildet lediglich kurze Ausläufer.
  • Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris): Eine Pflanze für Fans des Ungewöhnlichen. Sie wird zunächst im tieferen Wasser gepflanzt und wächst dann bis ins Flachwasser. Der Wassernabel ist in Europa und Nordafrika verbreitet.
  • Korkenzieherbinse (Juncus effusus): Eine immergrüne Solitärpflanze, deren Halme attraktiv spiralförmig gedreht sind. Daher ist sie auch als „Liebeslocke“ im Bereich der Zimmerpflanzen bekannt. Sie benötigt einen ständig nassen Boden.
  • Scheincalla (Lysichiton americanus): Eine anspruchsvolle, aber sehr schöne Pflanze, die sich auch für den feuchten Gehölzrand gut eignet und als Solitärpflanze nur sehr langsam wächst.
  • Blutweiderich (Lythrum salicaria): Eine Solitärstaude mit besonders langer Blühzeit. Die Pflanze bildet einen wichtigen Nektarspender für Bienen und Schmetterlinge. Sie gedeiht an sämtlichen feuchten Stellen im Garten und ist an ihrem straffen, aufrechten Wuchs erkennbar.
  • Gelbe Gauklerblume (Mimulus luteus): Ein recht selten anzutreffender Dauerblüher aus Chile, der Wärme liebt, im flachen Wasser aber auch als winterhart eingestuft werden kann.

Mit unseren Tipps und der Liste schöner Sumpfpflanzen können Sie Ihre Teichumrandung wunderschön und einladend gestalten und werden dafür sicher viel Lob ernten!